Interschulendebatte SJ 2025/26

Es war uns wieder einmal ein großes Vergnügen, Linzer Schulen zur Abhaltung einer freundschaftlichen Interschulendebatte in unserem Festsaal einladen zu dürfen.

Neben den „alten Bekannten“ aus dem BORG Linz und dem Kollegium Aloisianum (mit Prof. Christian Derntl) freute es uns außerordentlich, auch ein Team aus dem Georg-von-Peuerbach-Gymnasium (mit Prof. David Haböck) alsnewcomer bei uns zu begrüßen.

Unser Team, vertreten durch Julian (2m), Maja (3m), Valentin (5a), Julian (5a), Maja (6a), Paul (7a) und Magnus(8a) schlug sich in der ersten Runde tapfer gegen das Team aus dem Aloisianum und musste in der schwierigen ethischen Frage, ob die menschliche Vorrangstellung gegenüber den Tieren moralisch gerechtfertigt sei, die Proposition übernehmen, und fanden hierfür kluge Argumente: Die Menschheit sei ja überhaupt allein nur in der Lage, über das Miteinander der und den inhärenten Wert von Lebewesen philosophisch zu reflektieren und neben seine Vorrechte auch entsprechende Pflichten gegenüber der Tierwelt zu stellen; zudem sei der Mensch durch seine einzigartige Fähigkeit, in hohem Maße komplex, langfristig und problemlösungsorient zu denken, dazu prädestiniert,  für die Lebewesen der Erde eine Art Führungsrolle hin zu einer für alle möglichst günstigen Zukunft zu übernehmen. Leider haben weder die Proposition noch die Opposition Gebrauch von utilitaristischen Überlegungen (Freud- und Leidfähigkeit von Lebewesen) gemacht, welche die modernen tierethischen Kontroversen dominieren.

In der Frage aber, ob SchülerInnen mehr demokratisches Mitbestimmungsrecht bei Lehrplänen haben sollten, nahmen sie in der dritten Runde gegen das BORG Linz die Opposition ein. Es wurde angezweifelt, ob man SchülerInnen eine derartige Verantwortung sinnvollerweise überhaupt zumuten solle, wenn doch einschlägige ExpertInnen sich der Lehrpläne annähmen; außerdem sei durch Schultypen, Schulzweige und Wahlpflichtfächer bereits eine breite Wahlmöglichkeit vorhanden; schließlich hätten SchülerInnen mithilfe ihrer politischen Vertretung (Klassen- und Schulsprecher) durchaus die Möglichkeit, auf das Curriculum ihres Standorts einzuwirken.

Die anderen zwei Debatten wurden darüber geführt, ob social media für Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren verboten gehört, und, ob angesichts der Umwelt- und Klimakrise eine verstärkte Erforschung der Weltmeere gegenüber der Weltraumforschung zu bevorzugen sei.

Die Zeit zwischen den Debatten wurde durch wunderbare Beiträge musikalischer und rhetorischer Natur von unseren Schülerinnen Lydia (7a) sowie Selma (8a) und Jessica W. (8a).

Wir gratulieren dem Aloisianum als wiederholtem Sieger der Interschulendebatte, nicht weniger aber auch den erstmaligen Teilnehmern vom Peuerbach-Gymnasium, die mit ihren souveränen Leistungen den zweiten Platz erlangten, und freuen uns auf das nächste Treffen!